PARS PRO TOTO
IM SYSTEM IST SYSTEMVERSAGEN -
DEN AKTEUREN NICHT BEWUSST!
EIN GLOBALES PHÄNOMEN UND PROBLEM
Kanzleramt und Parlament haben versagt, über unmittelbares Sichtfahrtverhalten hinaus das herausgeforderte komplexe Ganze für wesentliche Aufgabenstellungen, Zuständigkeiten samt Zusammenspiel für den parlamentarischen und öffentlichen Diskurs einzubringen.
Insbesondere das medial-politische Selfish-System hat versagt, es hat Pandemie nicht als gemeinschaftliche Herausforderung kapiert, wo es keine Parteien mehr gibt, sondern nur den allgemeinen Geist in jedem, sein Bestes im Kampf gegen das Virus zu leisten.
Unfug der Aufklärung. Das Publikum ist nicht wirklich aufgeklärt worden, noch haben die Akteure über die Plattitüden hinaus individuelle und kontextuelle. Verhaltensregeln, den Forschungs- und Krankenstand, wirtschaftliche. und gesellschaftliche Hilfen konstruktiv popularisiert.
Von den Wechselwirkungen in der globalen Welt nicht zu reden, ob coronar-infektiös oder ökonomisch-different, unterschiedlich geschlagen, von den Verlassenen nicht zu reden. Tüchtigkeitsfimmel der Deutschen, als hätten sie das Virus ggf. im Griff und die anderen Länder und Völker eben nicht. Wir im Spiegel: Hochmut und Dummheit, andere mit Disziplin, großem Erfolg?
Politökonomisches Besitzstandsdenken versus C-Maßnahmen light hat zu den tödlichen Opferzahlen geführt, die in dieser Höhe nicht hätten sein müssen, auch bei der überalterten Gesellschaft nicht. Diese Wahrheit gilt. Lobbyismus, z.B. werbend ntv-Bandlauf: FDP – 1% zugelegt! Ein kleines Beispiel für den unauffällig lobbyistisch wirtschaftsfreundlichen Herzschlag.
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Was macht die Sichtfahrt von ausschließlich analytischer Fokussierung in der C-Pandemie angesichts der multifaktoriellen Aufgaben und Herausforderungen mit uns? Sie macht kurzsichtig und kontextuell schärfelos, läuft wechselweise dem Ungenügen hinterher.
So ist auch die Arbeitsbeschaffung für Talkrunden und unendliche Geschichten besorgt. Eigentlich geht es nicht um die Sache, sondern um Unterhaltung, zumal wenn der Konjunktiv die Fantasie blühen lässt und kritisches Nachhinein Fehler wissen kann.
Besserwisser sind Nervensägen, in der Regel solche, die tatsächlich nicht besser gegen Unwägbarkeiten zu handeln verstehen und schon in der Besserwisserei um Impfstoff die notwendige Schärfung für die Verhaltensregeln aus dem Blick verloren haben.
Wir können hoffen, dass die Regierenden die Übersicht für alle Schritte auf dem Weg zum Ziel im Blick haben, doch wissen tun wir es nicht, ob die Akteure einen Fahrplan haben. Sie können der Öffentlichkeit ein X für ein U vormachen und geschickt täuschen.
Es sind immer die anderen, die den Verdacht auf sich ziehen oder ganz offen und dreist sich die Wahrheit zurechtbiegen und behaupten. Wer es feiner tut, vermeint nicht selten, es falle anderen nicht auf, was die Sonne dann doch ans Licht des Tages bringt.
Der Obrigkeitsstaat hat seine Untertanen als Mündel behandelt, für die es überflüssig ist, dass diese verstehen, was sie noch nicht verstehen. Demokratie kommt dagegen ohne die mündigen und verantwortlichen Bürger für das vernünftige Ganze nicht aus.
Wird nicht für rationale, vernünftige Partizipation der Bürger am staatlichen Handeln in der Demokratie gesorgt und das Wesentliche nachvollziehbar für kritische Begleitung einsehbar gemacht, sollten wir uns undemokratischer Rückständigkeit bewusst sein.
Unbehagen hat sich mit dem Vorwurf der Lügenpresse geäußert. Richtig verstanden müsste der Vorwurf lauten, in der Reizflut eines buntscheckig zersplitterten Öffentlichkeitswesens, wer blickt hier noch durch? Biotop-Spaltung: USA, Monolithisch: China. Wow!
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Hart aber fair: Talk-Runde der Auslaufmodelle, der Eindimensionalen, der Intelligenzen, der Debattierenden, der Einzelrationalitäten, an jeglichem systemischen Geist eines begriffenen Zusammenspiels vorbei, bloß mit Hoffnung auf eine List der Vernunft.
Malaise ist für die aufgesplittete Besetzung einer Thematik das wünschbare Zusammenwirken. Die Schlussaufgabe ist bloß Hinweis auf ein komplementäres Pairing und das nur als Wunsch. In der Gruppendynamik ist der „Turmbau“ das Gegenbeispiel zur „Debatte“.
Parlamentarisch genommen ist Debatte das, was „hart aber fair“ dem Publikum ohne zusammengeführte Ertragssumme, dem Nürnberger Trichter gleich, zumutet zu schlucken. Im Parlament: Reden gegen die Wand. Am Ende „obsiegt“ stimmlich Mehrheit gegen Minderheit.
Von der Parlamentsdebatte wird suggeriert, sie sei der Lösungsschlüssel für Corona-Bewältigung. Herrje, was für eine verdummte Intelligenz! Wichtig ist doch das systemische Zusammenpuzzeln und nicht der statistische Erfolg von intelligenten Stacheltieren!
Pol., Wissensch., Medien haben sich je auf ihre Weise für den Komplex der C-Pandemie versagt, eine konzeptionelle Orientierungshilfe zu leisten, eine To-do-Liste, kein Sammelsurium, sondern Wesentliches, Zusammenhängendes öffentlichkeitswirksam strukturiert.
Hegel spricht vom geistigen Tierreich-Gewusel, fern einem systemischen Werk der Vernunft. Geisterauftritte, je als Sache selbst, unfähig, als Teile des Ganzen zu wirken, rational u. vernünftig sich zu managen. Heute beim C-Krisenmanagement wundergläubig?
Hilflosigkeit zeigt sich an hohler Wiederkäuerei und Fitzelfragerei. Unsere Lebenswirklichkeit lebt größtenteils von eingepegelten Vollzügen. Unmittelbare Überforderung tritt durch Ereignisse ein, die kreativ, flexibel und ganzheitlich zu meistern sind.
Der staatliche Verwaltungsapparat lebt von substanziell eingepegelten Vollzügen verlässlich, ist aber in der Komplexität seiner Teile unmittelbar überfordert, auf Veränderungen sogleich widerspruchsfrei zu reagieren. Schon gar nicht durch Debatte statt Team.
Es fehlt die erworbene Kunst des mühseligen Zusammenwirkens, das Erlernthaben am experimentellen Gruppentisch, sei es wirre Puzzleteile schlüssig zu fügen, einen papiernen Turmbau hochzuziehen oder zersägte Quadratteile gemeinsam zusammenzufügen.
Wer die sogenannten Leistungsträger sieht, kann die Selbstvertreter sofort herauserkennen, dem freien Zusammenwirken an einer allgemeinen Sache um dieser Sache willen entfremdet. Die Leichtigkeit des Zusammenspiels wird für Ausübung, bin mir allerdings nicht sicher, nicht mehr eingeübt!?
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Meine Erlebnisfreude mit dem Quadratpuzzle, ein halbes Dutzend Lernende am Gruppentisch, vier weitere im Wettbewerb. Zwei ausgelobte Euro für den Wetteifer, welche TG als erste das Zusammenlegen der fünf Teile (aus Holz oder Papier) in max. 10 Minuten schafft. Kein Sprechen erlaubt. Schiebeversuche. Die vermeintlich Besten sogleich zuerst. Erfolglos. Alle, je nach Blitzgedanken, mit einem vergewissernden abtastenden Blick in die Runde, bis hin, sozusagen von den Besten an, nach unten, zu den vermeintlich Schwächeren. Immer wieder Neuanläufe, sensibel und lösungsorientiert. Verstohlenes Lugen: Stand der Bemühungen an den Nachbartischen, vielleicht sogar das Erhaschen einer Lösungshilfe. Wunderbar zu sehen, wie bestrebt, eifrig und umgänglich Blicke und Gesten für die Verständigung reichten. Fünf Teile und so viele Möglichkeiten und immer wieder Fehlläufe. Scheitern. Für Verlängerung, die ganze Stunde. Lösung, nicht nur einmal für drei Sekunden gezeigt. Aus den Augen, aus dem Sinn! Dann mathematisch Begabte. Verflixt und zugenäht. Das Scheitern, aber auch das Lösungsfieber ging weiter. Anfänglich hatte ich fünf Euro riskiert und auch zweimal aus eigener Tasche Lehrgeld gezahlt und die Auslobung auf zwei Euro eine längere Zeit versprochen und durchgehalten, schließlich mithin ich davon ausgehen konnte, dass die Lösung irgendwie bei einigen angekommen ist, den „Siegerpreis“, für die Jahrgangsstufen weiter oben, gesenkt, nach unten, klaro, meiner Einschätzung sicher, voll ausgereizt, für Begeisterung und Motivation mit dem Fünfer-Schein gewedelt.
Von der unipolaren Weltmacht
zur Selbstüberholung unter Weltmächten
Große Geschichtszäsur mit Kulmination in Trump
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Anspruch und Wirklichkeit der Gründungsurkunden
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Landnahme und agrarökonomische Etablierungsphase
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Verstädterung, Industrialisierung, Bürgerkrieg
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Selbstzentrierung, Selbstgenügsamkeit, Selbstherrlichkeit
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Entwicklungserfolge ohne Außenbedrohung
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Ausgreifen über sich hinaus, bar einer Selbstgefährdung
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Weltkraftfeld knickt den Primus unter Gleichen
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Teamspiel als Lernherausforderung
Amerikanisches Gemeinwesen in multifaktorieller Strukturkrise
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Unum e pluribus: formell gemeinsam, inhaltlich disparat
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Grelle Kontraste: Chancen, Bildung, Arbeit, Reichtum, Vorsorge
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Individualität, religiös eingebunden, ohne homo sociologicus
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Anrufung Gottes, nicht den schwachen Staat, bewaffnete Selbsthilfe
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Herausgeforderter Reformbedarf
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Demokratiestolz, formell checks and balances am dünnen Faden
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Inhaltliche Wahrheit des Staatswesens: Plutokratie
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Kategorial: Autokratisches Dekret-Leck
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Dem Rassismus entgegen
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Den Extremen von Reichtum und Armut entgegen
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Der Selbstbewaffnung entgegen
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Kommunikativ auf Rechte, Pflichten, Lebenswertehinaus
Außenverhältnis in globaler Gesellschaft
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Kriegsoptionen sind obsolet, zahlen sich nicht mehr aus
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Anspruchsdenken muss Zusammenspiele verhandeln
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Globale Wachstumswelt hat Grenzen
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Anteilhabe am Ganzen bedarf der Regelung
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Der Markt als Regulativ regelt nicht gerecht
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Ohne gesellschaftliche Lebenswerte kein Markt
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Ohne übergreifende Instanz kein Zentrum aller
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Ausdehnung machtpolitischer Reichweite
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Erweiterung und Sicherung des Freihandels
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Beschneidung politökonomischer Unverhältnismäßigkeit
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Der Fußabdruck von „way of life“ steht zur Debatte
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Machtversuchungen der souveränen Staatenwelt
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Optionen der Friedenssicherung bedenken, entscheiden
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Befriedung durch Befolgung von Weltregulativen
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Krieg führen, um Überlebensbedarfe durchzusetzen
Konkrete Weltlage
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Leben aller in den globalen Grenzen
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Konfliktanfälligkeit der souveränen Staatenwelt
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Vordergrund: Hauptkontrahenten USA – China
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Schwerpunkte: transatlantisch – transhimalayisch
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Anteilsprobleme global: Rohstoffe, Absatz, Investition
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Weltvernunft als Lernen voneinander
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Koexistenz aller, Kompatibilität, Kooperativität
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Selbstüberholungsmodus für EU, USA, China
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Synergiegewinnung durch Bildung von Weltregionen
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Weltregionen, den eigentümlichen Lebensbedingungen gemäß
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Wahrzeichen UN, digital transparent- und ordnungsbedürftig
DER GORDISCHE KNOTEN
An die Adresse der Republikaner: Ja, es geht um Trumps Amtszeit und Erscheinung in der Weltöffentlichkeit. Sich die Hand vor Augen zu halten und meinen, die Welt hätte nicht ein unglaubliches Trauerspiel der westlichen Führungsnation gesehen, ist naiv.
Höhepunkt der amerikanischen Selbsterniedrigung nach etlichen Fehlleistungen und krummen Touren des nun abgewählten Präsidenten ist der von ihm ausgelöste Sturm des Mobs auf das Kapitol und die Biedermann-Rede danach, als sei er nicht der Brandstifter gewesen.
Die Gefahr dieses Out-Präsidenten in seiner Unberechenbarkeit ist nicht gebannt. Es besteht Gefahr im Verzug. Und amerikafreundlichen Beobachtern in der Welt sträuben sich die Haare, wie republikanischer Realitätsverlust an der Selbstdemontage festhält.
Das Bild, das Amerika der Welt so zerspalten und ohne Kehre bietet, ist eine Augenweide seiner Konkurrenten und Rivalen und eine Selbstentmächtigung des Westens in der Welt, die Niederlage des freiheitlich demokratischen Modells u. Bausteins in der Welt.
Schlimm, wenn in der Kategorie militärischer Stärke das Heil gesehen wird, jeder sich selbst der Nächste seiner Interessen ist u. nicht auch menschheitlich allgemein. Der Systemkampf hat doch schon längst anders eingesetzt: Wer mit seinem Füllhorn in die Welt wirken kann!
Das Füllhorn des Westens leidet an magersüchtige Entwicklungshilfe, nicht am Mangel von Zerstörungspotenzial. Mit der America-First-Politik hat das Auseinanderbrechen des Westens begonnen und US-Amerika präsentiert sich vor den Augen der Welt als selbstbeschädigter Invalide.
Die Welt ist Zuschauer: Amerika befallen vom Trumpismus-Virus. Und Amerikafreunde können nicht aus republikanischem Virusbefall heraushelfen, für Amerika die Vernunft zu haben. Es muss für sich selber die Vernunft aufbringen und sich zu heilen wissen!
Der Westen in der Warteschleife. Und das in der weltpolitischen Umbruchsituation. Menschheit herausgefordert: Lebensbedingungen aller auf dem blauen Planeten ins Lot vernünftigen Zusammenlebens zu bringen! Ein Oriente lux da und Sonnenuntergang im Westen?
PRÄSENTISMUS – ZU VIEL OBERFLÄCHLICHKEIT
Internationaler Frühschoppen: „Der Amtswechsel – Trumps letzte Stunden im Weißen Haus.“
Die letzten 5 Minuten wurden noch einmal hochinteressant. Durch eine Zuschauerfrage, die den Kapitalismus und seine sozialen Verwerfungen in US-Amerika aufgeworfen hat. Georg Mascolos Antwort hat mich elektrisiert, weil sie mich nicht überzeugt hat, obgleich sie Amerikanern gefallen dürfte, so freundlich und unkritisch in ihrer Klemmsituation bedacht zu werden.
Mascolo hat wohl zu intensiv Maja Göpel gelesen: „Unsere Welt neu denken. Eine Einladung.“ Ein Kapitalismus mit staatlichem Nothelfer wird da hochgefahren und das Pendant des Wirtschaftskapitalismus wird unterschlagen, und zwar das Gesellschaftssystem, in Amerika im Großen und Ganzen den Wohltätern, Philanthropen, Stiftungen, Mäzenen und religiösen Nothelfern überlassen, wer denn nicht sich privatwirtschaftliche Selbsthilfe leisten kann. Von Lessing im 18. Jahrhundert schon „sozialstaatlich“ angedacht, die guten und demütigenden Wohltaten anderer überflüssig zu machen.
Mich macht die Fehleinschätzung in Bezug auf den Zustand von Führungsrolle besorgt, die auch der Außenminister spiegelt, wenn er wohlmeinend spricht, wir bräuchten doch die Vereinigten Staaten von Amerika, wo doch gerade das Umgekehrte der Fall ist. Die USA bräuchten in ihrer Notlage wie kaum jemals zuvor die Hilfe und Unterstützung der europäischen Staaten und insbesondere wie zu Obamas Zeiten Deutschland voran. Man staunt über den Mangel an Wachheit, was die kritische Beurteilung der Weltlage angeht. Ein Abgrund an historisch-politischer Vergessenheit, um die Zeitzeichen zu erkennen.
Angefangen mit dem sogenannten 2%.Versprechen, um die Rüstungslücke zu schließen. Sie macht verteidigungspolitisch keinen Sinn, von der amerikanischen Anmahnung her gesehen durchaus, aber auch nur, wenn dadurch das amerikanische Geschäftsmodell bedient wird, um die amerikanische Wirtschaft zu stützen. Anders ausgedrückt: Die amerikanische Weltpolitik hat sich durch militärpolitische Ausdehnung übernommen, sozialpolitische Hausaufgaben sträflich vernachlässigt und ist mit geronnenem Oberstübchen-Bewusstsein für Verbündete und andere gewichtige souveräne Staaten ein Prometheus, der noch nicht weiß, dass er keiner mehr ist, der das Friedensfeuer allein und ohne Verbündetenabsprache bringen kann.
Hegel (PhilG) hat die amerikanische Frühphase diagnostiziert, die sich an Trump sinnfällig bestätigt hat. Ein früher Charakterzug des üblen amerikanischen Geschäftemachers, durchaus dann im Wechsel mit großzügigen Wohltaten, begünstigt durch die amerikanische Erfolgsgeschichte einer aufblühenden Wirtschaft, einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Menschen aus aller Welt, jedoch nun markant neu hervorgetrieben durch das, was Hegel den Eintritt in die Geschichte nennt, die ihre Veranstaltungen in Europa gekannt hat, aber noch nicht vergleichbar in Amerika kennt, nämlich ein unfriedliches Nachbarschaftsfeld zu haben, das vom kriegerischen Ringen um Bestand und Fortschritt getrieben ist. Amerika, weitab von solchem Ringen um Bestand und Fortschritt. Es musste nicht, auch nicht, was ihm möglich war, aber hin und wieder von ihm anteilnehmend für bereichernde Anteilhabe genutzt worden ist.
Mit Trump ist die amerikanische Führungsrolle abgeladen worden und schon die Ausrufung der deutschen Bundeskanzlerin als Gegenspielerin ist ein Hilferuf gewesen, die transatlantische Wertegemeinschaft und amerikanische Freundschaft zu retten. Mit dem von Trump zu verantwortenden Sturm des Mobs auf das Kapitol und einer derart zerspaltenen amerikanischen Gesellschaft, vor erneutem Bürgerkrieg nicht sicher, stellt sich die Frage nach einer amerikanischen Führungsrolle für die Welt nicht mehr. Der Vertrauensbruch ist in den Auswirkungen spürbar geworden. Die Skepsis ist da. An einer kommissarischen Regelung ist nicht zu denken Eher steht ein Zusammenraufen der westlichen Neufindung an. Die Bedeutung Genfs ist historisch, New Yorks Bedeutung für die Welt steht noch, eher vorab für die westliche Welt! Wie lange noch aus der Sicht der östlichen Welt?
Kindlich hat die Welt der Intelligenz auf das „Ende der Geschichte“ geschaut, dann hochrational abgetan, aber im gleichen Atemzug geistige Anstrengungen für das friedliche Zusammenspiel der globalen Welt abgebürdet. Welt ist der Inbegriff eines unendlichen politökonomischen Wachstumpfades geworden, der sozusagen linear die natürlichen Lebensbedingungen ökologisch missachtet, ja, zu neuer Lebensbedrohlichkeit geschädigt hat, andererseits die internationalen Staatsentwicklungen zu neuen Höhen ihrer Stärke und Gewichtigkeit geführt, aber andere auch mittelbar hart getroffen und neuem Schicksalslos ausgesetzt hat.
Ungleiche Vermögenssteigerungen, die Neuzusammensetzung und Spielnotwendigkeiten verändert haben, sind geschehen, das bringt Neubewertung für die Akteure mit sich, was noch je geschultert werden kann und auch Einfluss auf das Ranking hat und das Zutrauen für Anvertrauen der Skepsis aussetzt.
Wer auf Amerika schaut, auf die Position „splendid isolation“, der kann um das „Es war einmal“ wissen. Es ist den Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr freigestellt, ob sie sich mit der restlichen Welt verbunden wissen wollen oder nicht, ob sie sich vom moralischen Anspruch und vom materiellen Interesse her einmischen wollen oder nicht. Das gehört der Vergangenheit an. Es sind nun viele Spieler auf der Weltbühne, von Amerikas Weltpolitik mitbetroffen. Es sind Akteure, die pflocken können, die Amerika mehr Harm als Pearl Harbour oder 9/11 bringen können. Die Zeit der machtpolitischen Selbstbeförderung durch große Kriegsgewalt in der Welt ist gewesen. Das Festhalten dieser Position liefe auf Selbstschädigung hinaus. Die Vergleichbaren auf der Ebene sind sozusagen die neue Nachbarschaft für das, was Eintritt in die Weltgeschichte heißt, eine Weltnachbarschaft, die besser durch Win-Win-Spiele einzuwerben ist.
Amerika und andere Große der Weltbühne gleichen Einzelkindern, die sich auf dem Thron wähnen, dass die Welt sich um sie drehe und dass im Notfall, in höchster Bedrängnis, häufig eine an Eltern erlebte Erfahrung, der liebe Gott oder auch ein Erzengel ihnen zu Hilfe komme. Das lehrt die Geschichte nicht. Sie kennt Abenddämmerung und Morgenröte und das Tagespensum für Neulernen. Nicht nur Leistungsstärke, auch Zusammenarbeit. Zielorientiert: Beweglich und verträglich, teamverständig und allseits fair unterwegs. Was haben Amerikaner mit ihrem Kernversprechen und Traum, populär übersetzt, nicht alles mit dem Blick auf ihre Gründungsurkunden auf dem Weg nach oben vergessen: Vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Kolonialland zur Weltmacht, vom Sklavenmarkt zu den Menschenrechten!?
Ach, hinge es nur im Pairing an Joe Biden und Kamala Harris wie auch am Team, wir müssten nicht unruhig auf der Wacht sein, wohin sich unsere Welt der Herausforderungen entwickelt, einem noch verborgenen Ungeist wie Kai aus dem Kasten entgegen. Das Widerwendige ist greifbarer! Der Ungeist droht der Flasche zu entweichen und es fehlt an Entschlossenheit der Wächter, den Korken noch in der Hand, ihn, zur Besinnung gekommen, im letzten Augenblick vor dem endgültigen Entweichen wieder draufzusetzen. Hier sind nicht die Demokraten, sondern die Republikaner gefragt. The burden of responsibility on the Republicans! Ob die Herausforderungen in Amerika oder die herausgeforderte Welt: Strong together!